Montag, 26. März 2012

Lämmchen, Strandwanderungen und Tests

Hey ho :)

schon wieder eine Woche vorbei, und inzwischen bin ich unter 100 Tagen, die ich noch in Irland übrig hab. Von den 14 Wochenenden die ich noch vor mir habe, sind bereits 7 verplant, 3 der noch nicht verplanten liegen im April, also muss ich zusehn, dass ich alle meine Tour-Pläne noch schaffe, bevor ich keine Zeit mehr dazu habe. In sechs Wochen kommt Johanna, in 9 Wochen Franzi. Und ich freu mich schon tierisch :D
Man merkt inzwischen immer mehr, dass Caitlin inzwischen auf die 5 zugeht. Am besten bemerkt man das daran, worüber sie sich daneben benimmt. Anfang meines Jahres hier war es jeden Morgen ein Fight, sie dazu zu bewegen, sich selbst anzuziehn und sich nicht auf die Couch zu legen, mit den Beinen zu strampeln und zu jammern "I want you to do it, I don't feel like doing it!" (deutsch: Ich will, dass du das machst, ich hab keine Lust dazu!). Inzwischen kann sie sich aber bis auf komplizierte Dinge wie Strumpfhosen, und enge Oberteile die sich weigern über ihren kleinen Dickkopf zu flutschen, komplett selbst anziehen und macht auch nur noch äußerst selten Ärger dabei. Dafür kann sie nun wunderbar über andere Kleinigkeiten ausflippen, die ich namentlich nicht mal benennen kann, weil es absolut unvorhersehbar ist, was ihr im nächsten Moment grad nicht passt. Ganz besonders gegen späten Nachmittag, wenn sie keinen Mittagschlaf abbekommen hat, weil sie nicht mit die Jungs abholen gefahren (wo sie immer im Auto einschläft) ist und zu Hause auch nicht geschlafen hat. Dann kann sich ihre Stimmung aller 2 Minuten von himmelhochjauchzend zu schmollmeckrig ändern. Zum Teil ist das recht belustigend für die umgebenden Erwachsenen, aber man kann natürlich ihr Temperament da nich einfach herumfauchen lassen, dann ist sie ja keine süße Maus mehr sondern eher eine wilde meckernde Ente. Und das wollen wir ja nicht!
Inzwischen haben wir auch endlich wieder Sonnenwetter! Das ganze Wochenende lang hatten wir nonstop Sonne, Samstag 16°C und Sonntag sogar 18°C!
Samstag hatte ich den ersten von 5 Teilen des Englisch-Zertifikats (Cambridge ESOL Examinations, Advanced), was ich hier ablege und wegen dem ich ja auch von September bis Januar zweimal in der Woche abends in die Sprachschule gefahren bin.  Reading (Lesen), Writing (Schreiben), Use of English (Gebrauch der Sprache) und Listening (Hören) hab ich nächsten Samstag vor mir, diesen Samstag war bereits der Speaking (Sprechen) Part dran. Nachdem mir ein sehr netter Dubliner Busfahrer verraten hat, wann meine Haltestelle erreicht ist und ich mich auf dem Campus des UCD (University College of Dublin) zurechtgesucht hatte musste ich mich mit Personalausweis und Anmeldebestätigung anmelden, dann wurde mir ein Partner zugelost, und schon mussten wir in den Prüfungsraum. Meine Partnerin war eine junge Polin, die aber schon sechs Jahre in Irland lebt und arbeitet, und den Test jetzt macht, weil sie hier studieren möchte. Also hatte ich partnermäßig wirklich Glück, weil sie sehr nett und aufgeschlossen war, und auch geredet hat und nicht nur da saß wie ein Mäuschen. Der Test selber war dann auch recht schnell vorbei, Dauert ja nur etwa eine Viertelstunde. Wir mussten allgemeine Fragen zu uns beantworten, Bilder beschreiben und vergleichen und Fragen zu ihnen beantworten, und zu bestimmten Fragen kurz diskutieren. Dabei haben sie halt darauf geachtet, ob wir flüssig oder holprig reden, ob wir die Grammatik auf die Reihe kriegen und ob wir eine korrekte Aussprache haben. Und ich hab ein ganz gutes Gefühl, dass ich dabei nicht allzu schlecht abgeschnitten habe. Aber die Ergebnisse werden erst Mitte Mai bekanntgegeben also muss ich mich da noch eine ganze Weile gedulden.
Sonntag dann hab ich laaaange geschlafen, damit die Zeitumstellung ja keine Chance bekommt mich müde zu machen, und bin dann 3h mit Musik auf den Ohren am Strand entlanggewandert. Auch mal sehr schön!
Da wir das ganze Wochenende so strahlenden Sonnenschein hatten, und die Vorhersage auch bis mindestens Mittwoch nichts anderes vorhersagt, hatte ich heut morgen als ich meine Vorhänge nichts anderes erwartet. Aber Pustekuchen! Vor meinem Fenster empfing mich nur eine dicke weiße Wand. Neeebel so weit das Auge reicht. Auf der Straße teilweise unter 20m Sichtweite, nicht wirklich cool. Aber inzwischen hat die liebe Sonne alles aufgesaugt, und wir haben wieder blauen Himmel und straaahlenden Sonnenschein. Yey, so mag ich Montage. Allerdings hatte der Nebel auch was Gutes: so habe ich endlich mal die Chance bekommen die süßen Lämmchen aus der Nähe zu betrachten. Mein Haus ist nämlich von Schafweiden umgeben, und direkt im Anschluss an den Garten sind ihre kleinen Paddocks und Unterstände für schlechtes Wetter, und da sie heut morgen noch nicht rausdurften wegen des Nebels konnte ich sie mir mal ganz genau betrachten und anhören. Und fotografieren ;) Echt süße kleine Dinger, hihi. Aber lange werden sie in diesem Lammfleischliebenden Land nicht überleben. Naja aber für jetzt sind sie niedlich.

Damit verabschiede ich mich auch schon wieder, habt eine sonnige Frühlingswoche!

            Healthy Snacks...und dann stehen da Chips...nich wirklich healthy (gesund) nicht? :D



                                                                  Ists nicht süß?! ;)

                                                "Wer bist duuuu denn?"

Montag, 19. März 2012

Happy Saint Patricks Day!

Huhu :)

da bin ich wieder! Und diesmal gibts wieder Spannenderes zu berichten bzw. zu zeigen.
Angefangen hat die letzte Woche eher bescheiden, da ich netterweise krank geworden bin. Angefangen hats mit geschwollenen Mandeln und Schluckbeschwerden und inzwischen hab ich eine ausgewachsene Virusinfektion des Kehlkopfes. So ähnlich nannte das zumindest der Arzt den ich schweineteurermaßen aufsuchen musste. Meine Stimme ist in' Urlaub geflogen, dafür hab ich nun einen netten Husten und rieeesige Antibiotikakapseln vor denen ich mich grusle. Begeisternd! Aber hoffentlich helfen die Monsterkapseln wenigstens. Meine Stimme brauch ich nämlich spätestens Samstag ja für den Sprachtest des Cambridge Examens wieder.
Genug davon. Am Samstag wars dann endlich soweit: St. Patricks Day!!!
Nachdem mich der Wecker halb 7 (welch grausame Zeit für einen Samstag) ausm Bett gejagt hat, bin ich halb schlafend Gerit abholen gefahren und dann haben wir bei mir gefrühstückt und uns fertig gemacht, um dann hab 9 den Bus nach Dublin zu erwischen. Entsprechend lustig grün, wie wir da so aussahen, wurden wir schon auf dem Weg zum Bushaltestelle (nur so 200m) von zahlreichen vorbeifahrenden Autos angehupt. In Dublin angekommen sind wir dann in das grüne Meer von Menschen eingetaucht und haben uns einen guten Platz zum Parade anschauen gesichert und uns mit ein paar anderen Mädels getroffen. Wir müssen besonders cool ausgesehen haben wie wir da so standen und warteten, eine vorbeilaufende Asiatin wollte unbedingt ein Bild mit uns machen. Ob wir ihr wohl hätten sagen sollen, dass wir alle deutsch und nicht irisch sind?! :D Jedenfalls standen wir dann seit um 11 da am Zaun und haben unsren Platz verteidigt. Um 12 ging dann die Parade endlich los, aber angekommen war sie da bei uns noch lange nicht. Im Gegenteil, um 12 kam erst mal ein  Regenschauer. War natürlich ideal, weil wir natürlich alle keine Jacken anhatten da wir ja grün sein mussten und Regenschirme waren irgendwie gerade aus der Mode gekommen. Also hab ich mir einfach meine große Irland fahne über den Kopf geworfen wie ein kleines Zelt (hing wunderschön auf meinem Kopfschmuck obenauf, sah wirklich lustig aus). Und das hat mir dann gleich ein Foto der Journalisten eingebracht, die vor der Parade herliefen und Bilder von Menschen schossen. Diese Journalisten wollten dann auch gleich noch meinen Namen wissen, leider hab ich aber vergessen zu fragen, wo das dann veröffentlicht wird. Aber ich bin nun Bestandteil der Dubliner St.Patricks Day Berichterstattung, yey. Das Mädchen mit der Fahne aufm Kopf. Haha. Als die Parade dann endlich ankam war der Regen zum Glück verschwunden. "Wonder and curiosity of science" - also Wunder und Neugierigkeiten der Wissenschaft, war das Thema der diesjährigen Parade. Aber neben zahlreichen Künstergruppen aus Irland, dem UK, Russlands und den Staaten haben sich natürlich auch noch zahlreiche Marsch-Züge in die Parade gereiht, zum größeren Teil Jungendkapellen von High Schools aus Schottland und den USA zum Beispiel und auch von Universitäten. Sehr interessant war die Parade jedenfalls, und sehr kurzweilig anzusehen, weil sie gut strukturiert war. Sie dauerte auch etwa eine Stunde würde ich schätzen, bis sie dann komplett an uns vorbeigezogen waren. Hinterher, nach etwa vier Stunden an einem Fleck stehen, konnten wir alle nicht mehr laufen. Also erstmal irgendein Café suchen in dem wir unsere lahmen Füße ausruhen können. Später bin ich dann noch mit Lisett und Julia (den beiden Sachsen-Mädels) auf den kleinen Jahrmarkt gegangen, Riesenrad fahren. Ich bin seit Ewigkeiten nicht mehr Riesenrad gefahren. Ist schon ziemlich cool, haha :D Im Laufe des Nachmittags waren wir dann noch etwas essen und noch eine Weile in einem Pub, ein bisschen tanzen und feiern. Allzu lange hab ich aber auch nicht gemacht, ich war ja schließlich eigentlich nicht so ganz gesund. Aber gelohnt hat es sich trotzdem, trotz des Rumkränkelns dieses Ereignis nicht zu verpassen.
Jetzt bin ich allerdings ziemlich müde, und damit ich es nicht verpasse genügend Schlaf zu bekommen, verabschiede ich mich auch schon wieder :) Für euch allerdings hier endlich noch ein paar Bilder!

Bis dann, habt eine schöne Woche!

Grün so weit das Auge reicht


                                                               Impressionen der Parade


Unsre hübsche grüne Gruppe




Dienstag, 13. März 2012

Zwischenbericht

Hallöchen!

Wie ihr vielleicht schon dem Titel entnehmen konntet, wird dies nur ein kurzer Zwischenbericht. Es war nämlich mal wieder nicht viel Neues los.
Das Sonne hat sich leider inzwischen einigermaßen verabschiedet, jetzt sind die Tage vorwiegend grau und wolkenverhangen. Und komischerweise regnets nicht mal! Hoffentlich wirds am Samstag schöner. Da ist nämlich St. Patricks Day! In den letzten Wochen haben wir schon einiges an St. Patricks Shopping getätigt, denn am 17. März, dem irischen Nationalfeiertag, sollte man in Irland möglichst verrückt und möglichst grün-weiß-orange herumlaufen. Dazu erzähle ich aber jetzt erstmal nichts weiter sonst habe ich ja nächstes Mal nix zu erzählen.
Ansonsten kränkel ich im Moment ein bisschen herum, hab scheinbar dauergeschwollene Mandeln, aller 2 Wochen wirds wieder schlimmer und dann wieder besser. Wiiirklich nervig. Aber mal sehen.
Letzte Woche hab ich endlich die genauen Termine für meinen Cambridge Test bekommen, glücklicherweise liegen alle Testelemente an Samstagen, also muss ich nichtmal nen freien Tag nehmen, was natürlich für Damien und Grace sehr entspannend ist, weil sie sich so niemanden suchen müssen der an dem Tag auf die Kids aufpasst. Allerdings habe ich so jetzt 2 Samstage in Folge Sprachtests in Dublin, also kann ich sonst nicht wirklich viel planen an diesen Wochenenden, zumindest keine größeren Touren. Aber spätenstens im April folgt dann die nächste Tour, welche verrat ich aber jetzt auch noch nicht. Nochmal zu meinem Sprachtest, für den Sprachteil des Sprachtests haben wir die komischsten Zeitbegrenzungen überhaupt bekommen. Ich bin am 24.3. von 12.52Uhr bis 13.11Uhr dran. Aber immerhin die Zeiten für den 31.3. sind normal, aber da werd ich fuuurchtbar früh aufstehen müssen, weil wir schon viertel nach acht im Testzentrum im Süden von Dublin sein müssen. Also muss ich mindestens halb 7 hier losfahren. fetzt so gar nicht. Aber ich werds überleben, immerhin gibts ja auch einen Ausgleich, morgen zum Beispiel muss ich erst ab um 12 arbeiten. Yippieh, mal nicht vom Wecker geweckt werden, wie gut klingt das in meinen Ohren!
Und damit verabschiede ich mich auch schon wieder für heute, jetzt bin ich nämlich fertig mit arbeiten und muss mal meine Wäsche aufhängen.

Bis dann, schöne Woche euch noch!

Montag, 5. März 2012

Sonnentage

Na ihr :)

schon wieder eine Woche Irland herum. Heute bin ich auf den Tag genau 7 Monate in Irland. Es kommt mir zwar einerseits irgendwie länger vor, aber auf der anderen Seite ist die Zeit auch verdammt schnell vorbeigeflogen. In vier Monaten um die Zeit bin ich schon wieder 3 Tage in Deutschland. Aber in diesen 4 Monaten gibts auch noch viel zu erleben. Und vor allem hab ich doch einige Teile von Irland noch nicht gesehn und noch mindestens 4 größere Touren in Planung. Passt ja - 4 Monate, 4 große Touren. Mal schauen obs auch so passiert, hihi.
In der letzten Woche hab ich leider leider meinen geliebten iPod eingebüßt, da mein Auto am Strand ausgeraubt wurde. Ist schon echt bitter, wenn man son Gerät verliert, was quasi deine komplette Musik aus 5 Jahren enthält. Jetzt bin ich ziemlich musiklos, habe mir zwar ein bisschen was auf mein Handy geladen, aber dessen Speicherkarte ist wegen der ganzen Navi-Karten leider so voll, dass da auch fast nix draufpasst. Und auf dem iPod hatte ich ja immerhin 45GB geballte Musiksammlung. Von der Versicherung werden erst Schäden ab 350€ bezahlt, und auch dann nur teilweise, also bekomm ich vom materiellen Wert nichts wieder, den moralischen Wert natürlich erst Recht nicht. Das Auto selbst hat glücklicherweise keinen großen Schaden davon getragen und außer meinem iPod wurde auch nur einer der Anschlüsse des Parrots (weil sie den mitsamt dem iPod rausgerissen haben müssen, sehr blöd von ihnen so können sie den iPod auch nich mehr benutzen da die Hälfte des Anschlusses noch drin steckt) zerstört und das Navi entwendet. So schnell lass ich mein Auto an dem Strand nicht mehr unbeaufsichtigt stehen, die Guards die den Diebstahl aufnahmen meinten auch, dass der Mornington Beach leider berüchtigt für solche Autodiebstähle wäre.
Trotz allem hatte ich eigentlich eine schöne Woche, in Irland ist jetzt endgültig der Frühling rausgekommen, überall fangen schon ein paar Bäume und Büsche zu blühen, die Tausenden von Osterglocken die hier die Straßenrände im Moment säumen habe ich ja letzte Woche bereits erwähnt, aber auch davon werden es immer noch immer mehr. Und vor allem haben wir zur Zeit für irische Verhältnisse seeeehr viel Sonne. Eigentlich sind seit Dienstag alle Tage Sonnentage gewesen, es regnet natürlich typisch irisch zwischendurch mal für 10 Minuten, gestern sind wir sogar in Hagel reingefahren, aber das Gute an Irland ist ja, dass man einfach nur 10 Minuten warten muss, und schon hat man wieder schönes Wetter, sehr oft auch noch begleitet von Regenbögen. Der irische Frühling ist also tatsächlich sehr schön, und er wird sicher noch besser, es ist ja erst Anfang März. Bis Freitag war es außerdem auch noch recht war, Donnerstag hatte ich sogar einmal 16°C auf dem Autothermometer stehen. Inzwischen ists zwar wieder unter 10°C, aber wir hoffen natürlich hier alle, dass es bald dauerhaft über 10°C sind. Und, dass uns noch viiiel mehr Sonnentage beschert werden.
 Wegen des guten Wetters war ich die letzten Tage auch entsprechend oft am Strand, mal in Mornington, mal in Laytown, mal in Balbriggan, mal in Termonfeckin. Und eeendlich hab ich eine Ausrede, die Kids nicht mehr an den Fernseher bzw. die Playstation bzw. die PCs zu lassen bevors dunkel wird, also Grace nach Hause kommt, weil draußen die Sonne scheint, und ich sie einfach im Garten spielen lassen kann. Sehr entspannend nicht mehr dauernd das Gezoffe der Jungs beim Spielen hören zu müssen.
Die Schäfchen auf den Weiden rund um mein Haus haben jetzt gaaaanz viele Lämmer, sehr süß. Aber noch sind sie sehr klein und bleiben immer bei der Mama, wenn sie ein bisschen größer werden und über die Wiese springen ist das sicher noch süßer.
Und damit verabschiede ich mich auch schon wieder für heute, muss jetzt mal die Jungens von der Schule abholen.
Bis dann!

                               Unser großes Muschelherz (das war ne Arbeit, sag ich euch!)


                                                    Caitlin genießt die Frühlingssonne :)


Sieht doch aus wie Sommer, nicht? Hihi :)

Montag, 27. Februar 2012

Spring is starting out :)

Huhu :)

schonwieder eine Woche vorbei, und diesmal schaffs ichs sogar mal einen kurzen Blog-Eintrag zu schreiben. Kurz nicht, weil ich keine Zeit hätte oder so, sondern kurz weil es nicht viel aufregendes zu erzählen gibt. War halt nich viel los, unter der Woche nur die übliche Routine. Netterweise merkt man im Moment wirklich, wie in Irland jetzt der Frühling ankommt, vor allem an den Tausenden von Osterglocken die hier im Moment überall wachsen...200m Luftlinie von meinem Haus ist ein großes Feld wo sie quasi gezüchtet werden, und alle Motorway Auf- und Abfahrten sind mit Gelben Blumenalleen gesäumt. Echt netter Anblicht, der hellt die im Moment doch eher graue Wetteratmosphäre doch gleich unglaublich auf. Fotografieren kann ich diese leider nicht, da ich ja im Auto mit fahren beschäftigt bin. Ansonsten konnte ich eeendlich wieder ins Gym gehen...nach zwei Wochen nichts tun hat mir das natürlich erstmal einen schönen Muskelkater eingebracht, aber furchtbar lange hat er zum Glück nicht angehalten. Am Samstag ist dann ein neues Mädchen hergezogen, dieses Mädchen kannten wir allerdings größtenteils schon, sie ist von einer Familie die mitten im Nirgendwo wohnt hierher gewechselt und ist damit nun das zweite AuPair in Julianstown außer mir und damit meine nächste Nachbarin. Sie heißt Gerit und ist aus Schleswig-Holstein. Also noch ein Bundesland mehr in unserem bunten Kreis. Aber die Sachsen haben mit 2 Personen immer noch die Oberhand, hihi. Gerit kommt dann eventuell auch mit mir mit ins Gym kommen, was ich persönlich super fänd, zu zweit ist man halt nicht so alleine.
Am Wochenende war dann auch nicht unglaublich viel los. Am Sonntag bin ich mit Nele und Gerit nach Dublin gefahren, um dann da Lisett zu treffen und den Flohmarkt zu besuchen, welcher besonders interessant sein sollte. Allerdings waren wir alle recht enttäuscht davon, klein und nicht wirklich interessant. Auf dem Weg zurück zum Auto haben wir eine skurrillen "Balkon" gesehen, zeig ich euch gleich. Wir sind also einfach in die Innenstadt gefahren, haben da noch ein paar Besorgungen gemacht (inklusive "Kostüm"-Accesoires für den St. Patricks Day) und sind zufällig über ein süßes kleines Italiener-Restaurant gestolpert wo es ein Special Deal gab, bei welchem man Vorspeise, Hauptspeise und Getränk für 11€ bekam, was für irische Verhältnisse wirklich billig ist. Und lecker wars auch noch! Danach haben wir uns von Lisett wieder verabschiedet und sind wieder Richtung Heimat gefahren, haben allerdings noch einen Deutschland-Nostalgie-Stop beim Lidl eingelegt und sind dann in Balbriggan an den Strand gefahren. Die vormittägliche Sonne hatte sich leider inzwischen hinter einer grauen Wolkendecke versteckt, also mussten wir uns halt selbst etwas ausdenken um ein paar lustige Bilder zu schießen. Ist uns auch ganz gut gelungen :D
Ein paar dieser Bilder geb ich euch dann auch jetzt mal zum anschauen, und dann verabschiede ich mich auch schon wieder, viel zu erzählen gibts eben zur Zeit wirklich nicht.
Habt eine schöne Woche!

Hier der versprochene skurrile Balkon...Kuscheltiere, die rausgeworfen wurden...und dann werden die Armen Kleinen auch noch gefilmt! :D


                                                      Nele und ich beim "Bench-Hopping"

                                                   Gerit und ich beim "Upside-Down-Sitting"

Und last but not least ne Anni, die sich trotz grauem Wetter über den Strand, das Meer und die Klippen freut :)

Montag, 20. Februar 2012

Going West

Hallöchen da bin ich mal wieder :)

ich gebe zu, dass es eine ganze Weile gedauert hat seit dem letzten Blog, aber dafür hab ich jetzt besonders viel zu zeigen/erzählen!
In der Woche nach meinem letzten Blog-Eintrag lagen Caitlin und ich beide mit einer irischen Version der Grippe flach, also gibts davon nicht viel zu berichten. Das einzig Interessante war ein extremes Nebelaufkommen den lieben langen Tag lang am Freitag. Der Witz dabei war, dass einige Iren, die sonst auch ab und zu mal bei strahlender Sonne mit kompletter Nebellichtausrüstung fahren, sich dann bei Starknebel mit etwa 50m Sichtweite auf dem Motorway einfach entschlossen hatten ganz ohne Licht zu fahren. Ich hab sie wortwörtlich erst eine Sekunde bevor ich sie passiert habe gesehen. Glücklicherweise traf das aber nur auf einige wenige zu. Allerdings hab ich nun das erste mal in meinem Leben Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte eines Autos angemacht und bin damit herumgefahren, wie aufregend, hihi. Laut Damien machen die Iren übrigens so viel Mist mit ihren Autolichtern weil sie einfach keine Ahnung haben wie die angehen. Er meinte bei so mancher Verkehrskontrolle hätten die Besitzer von Autos die mit voller Prachtbeleuchtung herumfuhren nervös an ihren Schaltern herumgeklickt und die Polizisten die draußen standen gefragt ob sie denn nun aus seien. Spricht ja Bände.


Richtung Wochenende hin war ich zwar einigermaßen über den Damm aber habe einer Party-Nacht in Dublin mit meinen Mädels trotzdem eine Absage erteilt, da ich es vorzog vorher vernünftig gesund zu werden ehe ich mich solchen "Strapazen" aussetze. Außerdem hatte ich eh noch Halsschmerzen inklusive Schluckbeschwerden was ja fürs Party machen dezent ungeeignet ist. Samstag hab ich also hauptsächlich mit Schlafen verbracht und Sonntag war ich zwar mit Johanna shoppen, habs aber ansonsten auch ruhig angehen lassen.
Die darauffolgende Woche war arbeitstechnisch sehr anstrengend, die Kinder hatten Ferien. Blöde Ferien! Ferien heißen für mich nur eins: 10 1/2 Stunden arbeitstage die ganze Woche entlang. Und das ist sauermüdend, vor allem auch, weil man dann ja irgendwie auch einfach nicht raus kommt. Diese Woche müssen sie aber allesamt wieder in die Schule, also kann ich endlich wieder vormittags ins Gym gehen bzw. einfach noch ein bisschen schlafen, falls die Nacht nicht ausreichend war.
Nun aber zum eigentlichen Ereignis: Freitag Abend hab ich meine Sachen gepackt, mir 4 meiner Mädels geschnappt und dann sind wir nach Galway gefahren, an die Westküste Irlands. Diesen Teil von Irland wollte ich ja schon lange mal erobern, und es war wirklich atemberaubend. Getreu dem Motto "Wenn Engel reisen..." hatten wir von Samstag Morgen bis Sonntag Abend durchgehend Sonnenschein, obwohl die Wettervorhersage Wolken, Regen und sogar Nebel vorausgesagt hatte. Wir sind halt Glückspilze.
Aber legen wir es mal chronologisch an. Samstag Morgen sind wir von Galway aus Richtung Süden gestartet, das erste große Ziel des Tages waren die Cliffs of Moher. Auf dem Weg dahin mussten wir allerdings schon einigen Weg durch die Landschaft des Burren zurücklegen....und haben uns allesamt direkt in Westirland verliebt. Direkt am Straßenrand liegend war dann auch der erste Anlass für einen Stopp: Dunguaire Castle: eine alte Schlossruine die malerisch an der Atlantikküste auf ihrem Hügel steht.
Kurz danach ging es ein bisschen tiefer ins Landesinnere, da wir uns entschlossen hatten, die Route durchs Landesiinnere zu den Cliffs of Moher zu fahren, um danach die Küstenlinie entlang zurück zu fahren. Fabelhafte Landschaft, man kann sich gar nicht daran satt sehen.

                                                              Dunguaire Castle


Schließlich haben wir dann unser erstes großes Ziel erreicht: die Cliffs of Moher. Die bekanntesten Steilklippen Irlands, die auf einer Länge von 8km ca. 120 bis maximal 214m hoch nahezu senkrecht aus dem Atlantik ragen. Berüchtigt sind die Cliffs für schlechtes Wetter und Nebel. Wir Glückspilze durften sie allerdings bei strahlendem Sonnenschein besichtigen. Man wollte den Blick von dieser eindrücklichen Naturschönheit einfach nicht abwenden. Allerdings mussten wir das ab und zu, denn wir hatten zwar strahlendsten Sonnenschein...aber auch seeeeeehr starken Wind. Wie stark der Wind war, hab ich keinen Schimmer aber zwischendurch war er so stark, dass ich mich nicht mehr aufrecht stehend auf den Beinen halten konnte und mich hinhocken musste. Und ich bin ja nicht unbedingt eine Feder. Also sehr starker Wind! Nichtsdestrotz waren wir alle "totally amazed"....und hatten alle ein seltsam erfrischtes Gefühl, als wir wieder von den Cliffs wegfuhren. Wenn man all die Bilder von anderen die vor einem da waren sieht, denkt man zwar schon "Sehr eindrücklich" aber wenn man sie dann selbst sieht, ist man schon irgendwie geflasht, das is noch mal ganz was anderes als sie nur auf Bildern zu sehen. Ich zeig euch trotzdem ein paar ;)






Von den Cliffs kommend haben wir dem kleinen Küstendorf Doolin einen Besuch abgestattet und dort in einem urigen Pub lecker gespeist. So für den Rest des Tages gekräftigt ging es dann wieder ins Landesinnere des Burren. Das neue Ziel war der Poulnabrone Dolmen. Auf dem Weg dahin sind wir die unmöglichsten Straßen entlanggefahren, steil hoch, steil runter, tausende Kurven, Straßen, die nicht breiter sind als ein Auto, dabei aber umsäumt von Steinmauern oder Büschen die einem ein Ausweichen nahezu unmöglich machen, sollte dann doch mal ein Auto entgegenkommen. Glückspilze wie wir sind kam uns aber an den wirklich engen Stellen nie ein Auto entgegen, sodass wir uns voll uns ganz auf den Ausblick (und ich natürlich aufs Fahren) konzentrieren konnten. Angekommen am Ziel, dem Wedge Tomb aus der Jungsteinzeit, haben wir natürlich auch da wieder tausende Bilder geschossen und mal wieder Glück gehabt: gerade als wir uns entschlossen weiter zu fahren, kam ein großer Reisebus voller Touristen an (wie der die Straßen bis da hoch gemeistert hat ist mir ein Rätsel), vorher hatten wir die Szenerie aber nahezu für uns allein gehabt. Wir sind also wirklich mit viel Glück gereist. Nach dem Poulnabrone Dolmen sind wir dann durch die steinreichen Hügel des Burren zurück Richtung Galway aufgebrochen.


                                                            Wunderschöne Karste

                                                            Poulnabrone Dolmen



Am Sonntag morgen sind wir dann aus dem Hostel ausgecheckt, und weiter ging die wilde Fahrt. Diesmal allerdings Richtung Norden. Auf dem Plan für Sonntag stand lediglich ein Programmpunkt: Connemara. Das Durchfahren und Erleben dieser weiteren atemberaubenden Landschaft hat uns allerdings auch gut den ganzen Tag in Anspruch genommen. Wenn wir jedes Mal angehalten hätten, wenn wir was schönes gesehen haben, hätten wir für die Tour etwa 3 Wochen gebraucht. Trotz allem haben wir viele sehr beeindruckende Landschaftsansichten passiert, und natürlich auch geschätzte 100mal angehalten um Tausende von Bildern zu schießen und einfach alles zu genießen. Und wir haben natürlich auch Connemara-Ponys getroffen, mussten 10min lang wegen einer entgegenkommenden Kuhherde anhalten und haben viele viele Schafe von der Straße hupen müssen. Alles in allem ein Erlebnis ;)


                                                                    Spiddal

                                  Erste Blicke auf die typische Connemara Landschaft

                                                                     Roundstone



                               Die letzten drei Bilder: vom Aussichtspunkt der Sky Road

                                                                       Die Crew ;)

                                                          Ein Connemara Pony

                                                                       Clifden

                                                                 Kylemore Abbey


Nach alledem, etwa 1000 gefahrenen Kilometern in 48h, vielen vielen Stops und lustigem Essen bzw. Trinken in westirischen Pubs könnt ihr euch vielleicht vorstellen wie sich mein Rücken und mein Nacken angefühlt haben als wir Sonntag abend gegen 9 wieder an der Ostküste ankamen. Ich kann es immernoch fühlen, aber das war es wert!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche!

Donnerstag, 2. Februar 2012

Finally Frühling?! :)

Huhu :)

hab gehört, dass es bei euch in Deutschland suuuuperkalt ist. Hier ists auch "kalt". Zumindest so -2 bis 5°C. Reicht, um morgens mal glatt mit der Kleinen 5 Minuten zu spät in der Playschool zu sein, weil man erst noch die Autoscheiben freitauen musste. Naja. Uns war keiner böse :) Immerhin muss ich aber jetzt nicht mehr auf abgefahrenen Sommerreifen duch die Gegend rutschen, sondern habe nun neue Sommerreifen. Ist ja fast so gut wie alte Winterreifen, nicht? Hihi.
Letzte Woche hab ich mit Caitlin Muffins gemacht. War sehr lustig. Aber noch witziger wars, wie sich die Kids hinterher bezankt haben wer nun welchen Muffin essen darf. Weil der mit dem Marshmallow-Gesicht ja so voll anders schmeckt als der wo die Marshmallows nur so pi mal Daumen darauf verteilt sind. Aber am Ende wurden natürlich doch alle gegessen, wer hätte etwas anderes erwartet ;)
Am Freitag war dann großer Hausputz angesagt. Meine Family versucht ja schon seit Jahren das Haus hier zu verkaufen um wegen der Schulen der Kids und allgemein kürzeren Entfernungen nach Donabate zu ziehen. Und letzten Samstag waren dann zwei Hausbesichtigungen, für die wir das ganze Haus putzen und aufräumen mussten. Was voll verstörend den normalerweise vor Magneten und Kinderbildern gar nicht mehr sichtbaren Riesenkühlschrank plötzlich blitzeblank und auf Hochglanz poliert zu sehen, wird Zeit, dass da wieder Bilder drankommen. Das Verrückte an der Sache war ja, dass während der Besichtigungen partout niemand von uns anwesend sein durfte. Aber sie waren alle brav, als wir wiederkamen war alles heil. Spätestens in den Sommerferien werden sie dann wohl so oder so nach Donabate ziehen, und wenn sie das Haus hier dann vermieten müssen. Aber sie hoffen ja, dass sie es bis dahin noch verkauft bekommen. Kann also passieren, dass ich noch einen Umzug mitmachen muss, hoffe aber eigentlich, dass ich da rundrum komme, hab nicht wirklich Lust auf Umzugsstress. Außerdem wär ich ja dann weiter weg von meinen Mädels.  Hat alles seine positiven und negativen Seiten. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
Letztes Wochenende waren wir dann auch wieder auf Partytour in Dublin, und es war wieder mal seeeehr lustig. Nur war das leider ein furchtbar verregnetes Wochenende. So verregnet, dass ich auf dem Weg vom Hostel zum Busbahnhof am Sonntag dann komplett durchgeregnet war, dass mich der Busfahrer noch so ironisch fragte, wieso ich denn nicht erst dusche und mich dann anziehe. Naja bis ich zu Hause war, war ich auch wieder trocken und der Bus war zum Glück gut geheizt, sodass ich mir keine Erkältung oder dergleichen eingefangen hab.
Dienstag bin ich dann nachdem ich Caitlin von der Schule abgeholt Damien zu seiner Motorrad-Werkstatt in den Süden von Dublin hinterhergefahren, weil da wohl einiges zu machen ist. Man sollte eher "hinterhergejagt" sagen, weil sich Mr. Verkehrspolizist McMahon so gar nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, wenn er aufm Motorrad ist. Naja wir habens alle überlebt, aber ich hab ein bisschen mit Damien geschimpft, er solle mich nicht so zum Speeden zwingen, hihi. Caitlin hingegen fand das total super ("Go faaaaster, Anni, faaaaster!"). Nur ist das Auto zum mehr als 130kph fahren wirklich nicht geeignet, so ganz ohne sechsten Gang. Aber das tu ich ja normalerweise auch nicht.
Heute Abend haben Conor und Ich es endlich geschafft, mit unserer Deutsch-Irisch-Sprachschule anzufangen. Heißt: Ich bringe im Deutsch bei und er mir jeweils dasselbe in Irisch. Als Orientierung dafür nehmen wir einfach sein Spanisch-Buch, das hat er ja dieses Jahr auch erst angefangen, da haben wir dann ne ganz gute Idee, was man in welcher Reihenfolge machen könnte. Heute waren erstmal Begrüßungen, Verabschiedungen, Wochentage, Monate und Jahreszeiten dran. Das Schwierige am Irischen ist definitiv, dass man nichts (!) so spricht wie man es schreibt. Mal sehen, wie viel ich davon tatsächlich im Kopf behalte. Wird sicher lustig :)
Damit verabschiede ich mich auch schon wieder! Wünsche euch ein tolles Wochenende!

Oíche mhaith! (sprich: "Iha-wah". heißt: Gute Nacht.)


                                                         Caitlin beim Muffin backen

                                               Extra angelegtes Deutsch-Buch, hihi

                                                  Eoghain mit meinen neuen Reifen :)

Das kauft man hier wenn man "Nutella" kaufen geht. Caitlin und ich teilen brav. Wette, unsres hält trotzdem am längsten :D