Montag, 27. Februar 2012

Spring is starting out :)

Huhu :)

schonwieder eine Woche vorbei, und diesmal schaffs ichs sogar mal einen kurzen Blog-Eintrag zu schreiben. Kurz nicht, weil ich keine Zeit hätte oder so, sondern kurz weil es nicht viel aufregendes zu erzählen gibt. War halt nich viel los, unter der Woche nur die übliche Routine. Netterweise merkt man im Moment wirklich, wie in Irland jetzt der Frühling ankommt, vor allem an den Tausenden von Osterglocken die hier im Moment überall wachsen...200m Luftlinie von meinem Haus ist ein großes Feld wo sie quasi gezüchtet werden, und alle Motorway Auf- und Abfahrten sind mit Gelben Blumenalleen gesäumt. Echt netter Anblicht, der hellt die im Moment doch eher graue Wetteratmosphäre doch gleich unglaublich auf. Fotografieren kann ich diese leider nicht, da ich ja im Auto mit fahren beschäftigt bin. Ansonsten konnte ich eeendlich wieder ins Gym gehen...nach zwei Wochen nichts tun hat mir das natürlich erstmal einen schönen Muskelkater eingebracht, aber furchtbar lange hat er zum Glück nicht angehalten. Am Samstag ist dann ein neues Mädchen hergezogen, dieses Mädchen kannten wir allerdings größtenteils schon, sie ist von einer Familie die mitten im Nirgendwo wohnt hierher gewechselt und ist damit nun das zweite AuPair in Julianstown außer mir und damit meine nächste Nachbarin. Sie heißt Gerit und ist aus Schleswig-Holstein. Also noch ein Bundesland mehr in unserem bunten Kreis. Aber die Sachsen haben mit 2 Personen immer noch die Oberhand, hihi. Gerit kommt dann eventuell auch mit mir mit ins Gym kommen, was ich persönlich super fänd, zu zweit ist man halt nicht so alleine.
Am Wochenende war dann auch nicht unglaublich viel los. Am Sonntag bin ich mit Nele und Gerit nach Dublin gefahren, um dann da Lisett zu treffen und den Flohmarkt zu besuchen, welcher besonders interessant sein sollte. Allerdings waren wir alle recht enttäuscht davon, klein und nicht wirklich interessant. Auf dem Weg zurück zum Auto haben wir eine skurrillen "Balkon" gesehen, zeig ich euch gleich. Wir sind also einfach in die Innenstadt gefahren, haben da noch ein paar Besorgungen gemacht (inklusive "Kostüm"-Accesoires für den St. Patricks Day) und sind zufällig über ein süßes kleines Italiener-Restaurant gestolpert wo es ein Special Deal gab, bei welchem man Vorspeise, Hauptspeise und Getränk für 11€ bekam, was für irische Verhältnisse wirklich billig ist. Und lecker wars auch noch! Danach haben wir uns von Lisett wieder verabschiedet und sind wieder Richtung Heimat gefahren, haben allerdings noch einen Deutschland-Nostalgie-Stop beim Lidl eingelegt und sind dann in Balbriggan an den Strand gefahren. Die vormittägliche Sonne hatte sich leider inzwischen hinter einer grauen Wolkendecke versteckt, also mussten wir uns halt selbst etwas ausdenken um ein paar lustige Bilder zu schießen. Ist uns auch ganz gut gelungen :D
Ein paar dieser Bilder geb ich euch dann auch jetzt mal zum anschauen, und dann verabschiede ich mich auch schon wieder, viel zu erzählen gibts eben zur Zeit wirklich nicht.
Habt eine schöne Woche!

Hier der versprochene skurrile Balkon...Kuscheltiere, die rausgeworfen wurden...und dann werden die Armen Kleinen auch noch gefilmt! :D


                                                      Nele und ich beim "Bench-Hopping"

                                                   Gerit und ich beim "Upside-Down-Sitting"

Und last but not least ne Anni, die sich trotz grauem Wetter über den Strand, das Meer und die Klippen freut :)

Montag, 20. Februar 2012

Going West

Hallöchen da bin ich mal wieder :)

ich gebe zu, dass es eine ganze Weile gedauert hat seit dem letzten Blog, aber dafür hab ich jetzt besonders viel zu zeigen/erzählen!
In der Woche nach meinem letzten Blog-Eintrag lagen Caitlin und ich beide mit einer irischen Version der Grippe flach, also gibts davon nicht viel zu berichten. Das einzig Interessante war ein extremes Nebelaufkommen den lieben langen Tag lang am Freitag. Der Witz dabei war, dass einige Iren, die sonst auch ab und zu mal bei strahlender Sonne mit kompletter Nebellichtausrüstung fahren, sich dann bei Starknebel mit etwa 50m Sichtweite auf dem Motorway einfach entschlossen hatten ganz ohne Licht zu fahren. Ich hab sie wortwörtlich erst eine Sekunde bevor ich sie passiert habe gesehen. Glücklicherweise traf das aber nur auf einige wenige zu. Allerdings hab ich nun das erste mal in meinem Leben Nebelscheinwerfer und Nebelschlussleuchte eines Autos angemacht und bin damit herumgefahren, wie aufregend, hihi. Laut Damien machen die Iren übrigens so viel Mist mit ihren Autolichtern weil sie einfach keine Ahnung haben wie die angehen. Er meinte bei so mancher Verkehrskontrolle hätten die Besitzer von Autos die mit voller Prachtbeleuchtung herumfuhren nervös an ihren Schaltern herumgeklickt und die Polizisten die draußen standen gefragt ob sie denn nun aus seien. Spricht ja Bände.


Richtung Wochenende hin war ich zwar einigermaßen über den Damm aber habe einer Party-Nacht in Dublin mit meinen Mädels trotzdem eine Absage erteilt, da ich es vorzog vorher vernünftig gesund zu werden ehe ich mich solchen "Strapazen" aussetze. Außerdem hatte ich eh noch Halsschmerzen inklusive Schluckbeschwerden was ja fürs Party machen dezent ungeeignet ist. Samstag hab ich also hauptsächlich mit Schlafen verbracht und Sonntag war ich zwar mit Johanna shoppen, habs aber ansonsten auch ruhig angehen lassen.
Die darauffolgende Woche war arbeitstechnisch sehr anstrengend, die Kinder hatten Ferien. Blöde Ferien! Ferien heißen für mich nur eins: 10 1/2 Stunden arbeitstage die ganze Woche entlang. Und das ist sauermüdend, vor allem auch, weil man dann ja irgendwie auch einfach nicht raus kommt. Diese Woche müssen sie aber allesamt wieder in die Schule, also kann ich endlich wieder vormittags ins Gym gehen bzw. einfach noch ein bisschen schlafen, falls die Nacht nicht ausreichend war.
Nun aber zum eigentlichen Ereignis: Freitag Abend hab ich meine Sachen gepackt, mir 4 meiner Mädels geschnappt und dann sind wir nach Galway gefahren, an die Westküste Irlands. Diesen Teil von Irland wollte ich ja schon lange mal erobern, und es war wirklich atemberaubend. Getreu dem Motto "Wenn Engel reisen..." hatten wir von Samstag Morgen bis Sonntag Abend durchgehend Sonnenschein, obwohl die Wettervorhersage Wolken, Regen und sogar Nebel vorausgesagt hatte. Wir sind halt Glückspilze.
Aber legen wir es mal chronologisch an. Samstag Morgen sind wir von Galway aus Richtung Süden gestartet, das erste große Ziel des Tages waren die Cliffs of Moher. Auf dem Weg dahin mussten wir allerdings schon einigen Weg durch die Landschaft des Burren zurücklegen....und haben uns allesamt direkt in Westirland verliebt. Direkt am Straßenrand liegend war dann auch der erste Anlass für einen Stopp: Dunguaire Castle: eine alte Schlossruine die malerisch an der Atlantikküste auf ihrem Hügel steht.
Kurz danach ging es ein bisschen tiefer ins Landesinnere, da wir uns entschlossen hatten, die Route durchs Landesiinnere zu den Cliffs of Moher zu fahren, um danach die Küstenlinie entlang zurück zu fahren. Fabelhafte Landschaft, man kann sich gar nicht daran satt sehen.

                                                              Dunguaire Castle


Schließlich haben wir dann unser erstes großes Ziel erreicht: die Cliffs of Moher. Die bekanntesten Steilklippen Irlands, die auf einer Länge von 8km ca. 120 bis maximal 214m hoch nahezu senkrecht aus dem Atlantik ragen. Berüchtigt sind die Cliffs für schlechtes Wetter und Nebel. Wir Glückspilze durften sie allerdings bei strahlendem Sonnenschein besichtigen. Man wollte den Blick von dieser eindrücklichen Naturschönheit einfach nicht abwenden. Allerdings mussten wir das ab und zu, denn wir hatten zwar strahlendsten Sonnenschein...aber auch seeeeeehr starken Wind. Wie stark der Wind war, hab ich keinen Schimmer aber zwischendurch war er so stark, dass ich mich nicht mehr aufrecht stehend auf den Beinen halten konnte und mich hinhocken musste. Und ich bin ja nicht unbedingt eine Feder. Also sehr starker Wind! Nichtsdestrotz waren wir alle "totally amazed"....und hatten alle ein seltsam erfrischtes Gefühl, als wir wieder von den Cliffs wegfuhren. Wenn man all die Bilder von anderen die vor einem da waren sieht, denkt man zwar schon "Sehr eindrücklich" aber wenn man sie dann selbst sieht, ist man schon irgendwie geflasht, das is noch mal ganz was anderes als sie nur auf Bildern zu sehen. Ich zeig euch trotzdem ein paar ;)






Von den Cliffs kommend haben wir dem kleinen Küstendorf Doolin einen Besuch abgestattet und dort in einem urigen Pub lecker gespeist. So für den Rest des Tages gekräftigt ging es dann wieder ins Landesinnere des Burren. Das neue Ziel war der Poulnabrone Dolmen. Auf dem Weg dahin sind wir die unmöglichsten Straßen entlanggefahren, steil hoch, steil runter, tausende Kurven, Straßen, die nicht breiter sind als ein Auto, dabei aber umsäumt von Steinmauern oder Büschen die einem ein Ausweichen nahezu unmöglich machen, sollte dann doch mal ein Auto entgegenkommen. Glückspilze wie wir sind kam uns aber an den wirklich engen Stellen nie ein Auto entgegen, sodass wir uns voll uns ganz auf den Ausblick (und ich natürlich aufs Fahren) konzentrieren konnten. Angekommen am Ziel, dem Wedge Tomb aus der Jungsteinzeit, haben wir natürlich auch da wieder tausende Bilder geschossen und mal wieder Glück gehabt: gerade als wir uns entschlossen weiter zu fahren, kam ein großer Reisebus voller Touristen an (wie der die Straßen bis da hoch gemeistert hat ist mir ein Rätsel), vorher hatten wir die Szenerie aber nahezu für uns allein gehabt. Wir sind also wirklich mit viel Glück gereist. Nach dem Poulnabrone Dolmen sind wir dann durch die steinreichen Hügel des Burren zurück Richtung Galway aufgebrochen.


                                                            Wunderschöne Karste

                                                            Poulnabrone Dolmen



Am Sonntag morgen sind wir dann aus dem Hostel ausgecheckt, und weiter ging die wilde Fahrt. Diesmal allerdings Richtung Norden. Auf dem Plan für Sonntag stand lediglich ein Programmpunkt: Connemara. Das Durchfahren und Erleben dieser weiteren atemberaubenden Landschaft hat uns allerdings auch gut den ganzen Tag in Anspruch genommen. Wenn wir jedes Mal angehalten hätten, wenn wir was schönes gesehen haben, hätten wir für die Tour etwa 3 Wochen gebraucht. Trotz allem haben wir viele sehr beeindruckende Landschaftsansichten passiert, und natürlich auch geschätzte 100mal angehalten um Tausende von Bildern zu schießen und einfach alles zu genießen. Und wir haben natürlich auch Connemara-Ponys getroffen, mussten 10min lang wegen einer entgegenkommenden Kuhherde anhalten und haben viele viele Schafe von der Straße hupen müssen. Alles in allem ein Erlebnis ;)


                                                                    Spiddal

                                  Erste Blicke auf die typische Connemara Landschaft

                                                                     Roundstone



                               Die letzten drei Bilder: vom Aussichtspunkt der Sky Road

                                                                       Die Crew ;)

                                                          Ein Connemara Pony

                                                                       Clifden

                                                                 Kylemore Abbey


Nach alledem, etwa 1000 gefahrenen Kilometern in 48h, vielen vielen Stops und lustigem Essen bzw. Trinken in westirischen Pubs könnt ihr euch vielleicht vorstellen wie sich mein Rücken und mein Nacken angefühlt haben als wir Sonntag abend gegen 9 wieder an der Ostküste ankamen. Ich kann es immernoch fühlen, aber das war es wert!

Ich wünsche euch eine wunderschöne Woche!

Donnerstag, 2. Februar 2012

Finally Frühling?! :)

Huhu :)

hab gehört, dass es bei euch in Deutschland suuuuperkalt ist. Hier ists auch "kalt". Zumindest so -2 bis 5°C. Reicht, um morgens mal glatt mit der Kleinen 5 Minuten zu spät in der Playschool zu sein, weil man erst noch die Autoscheiben freitauen musste. Naja. Uns war keiner böse :) Immerhin muss ich aber jetzt nicht mehr auf abgefahrenen Sommerreifen duch die Gegend rutschen, sondern habe nun neue Sommerreifen. Ist ja fast so gut wie alte Winterreifen, nicht? Hihi.
Letzte Woche hab ich mit Caitlin Muffins gemacht. War sehr lustig. Aber noch witziger wars, wie sich die Kids hinterher bezankt haben wer nun welchen Muffin essen darf. Weil der mit dem Marshmallow-Gesicht ja so voll anders schmeckt als der wo die Marshmallows nur so pi mal Daumen darauf verteilt sind. Aber am Ende wurden natürlich doch alle gegessen, wer hätte etwas anderes erwartet ;)
Am Freitag war dann großer Hausputz angesagt. Meine Family versucht ja schon seit Jahren das Haus hier zu verkaufen um wegen der Schulen der Kids und allgemein kürzeren Entfernungen nach Donabate zu ziehen. Und letzten Samstag waren dann zwei Hausbesichtigungen, für die wir das ganze Haus putzen und aufräumen mussten. Was voll verstörend den normalerweise vor Magneten und Kinderbildern gar nicht mehr sichtbaren Riesenkühlschrank plötzlich blitzeblank und auf Hochglanz poliert zu sehen, wird Zeit, dass da wieder Bilder drankommen. Das Verrückte an der Sache war ja, dass während der Besichtigungen partout niemand von uns anwesend sein durfte. Aber sie waren alle brav, als wir wiederkamen war alles heil. Spätestens in den Sommerferien werden sie dann wohl so oder so nach Donabate ziehen, und wenn sie das Haus hier dann vermieten müssen. Aber sie hoffen ja, dass sie es bis dahin noch verkauft bekommen. Kann also passieren, dass ich noch einen Umzug mitmachen muss, hoffe aber eigentlich, dass ich da rundrum komme, hab nicht wirklich Lust auf Umzugsstress. Außerdem wär ich ja dann weiter weg von meinen Mädels.  Hat alles seine positiven und negativen Seiten. Mal sehen, wie sich das entwickelt.
Letztes Wochenende waren wir dann auch wieder auf Partytour in Dublin, und es war wieder mal seeeehr lustig. Nur war das leider ein furchtbar verregnetes Wochenende. So verregnet, dass ich auf dem Weg vom Hostel zum Busbahnhof am Sonntag dann komplett durchgeregnet war, dass mich der Busfahrer noch so ironisch fragte, wieso ich denn nicht erst dusche und mich dann anziehe. Naja bis ich zu Hause war, war ich auch wieder trocken und der Bus war zum Glück gut geheizt, sodass ich mir keine Erkältung oder dergleichen eingefangen hab.
Dienstag bin ich dann nachdem ich Caitlin von der Schule abgeholt Damien zu seiner Motorrad-Werkstatt in den Süden von Dublin hinterhergefahren, weil da wohl einiges zu machen ist. Man sollte eher "hinterhergejagt" sagen, weil sich Mr. Verkehrspolizist McMahon so gar nicht an Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, wenn er aufm Motorrad ist. Naja wir habens alle überlebt, aber ich hab ein bisschen mit Damien geschimpft, er solle mich nicht so zum Speeden zwingen, hihi. Caitlin hingegen fand das total super ("Go faaaaster, Anni, faaaaster!"). Nur ist das Auto zum mehr als 130kph fahren wirklich nicht geeignet, so ganz ohne sechsten Gang. Aber das tu ich ja normalerweise auch nicht.
Heute Abend haben Conor und Ich es endlich geschafft, mit unserer Deutsch-Irisch-Sprachschule anzufangen. Heißt: Ich bringe im Deutsch bei und er mir jeweils dasselbe in Irisch. Als Orientierung dafür nehmen wir einfach sein Spanisch-Buch, das hat er ja dieses Jahr auch erst angefangen, da haben wir dann ne ganz gute Idee, was man in welcher Reihenfolge machen könnte. Heute waren erstmal Begrüßungen, Verabschiedungen, Wochentage, Monate und Jahreszeiten dran. Das Schwierige am Irischen ist definitiv, dass man nichts (!) so spricht wie man es schreibt. Mal sehen, wie viel ich davon tatsächlich im Kopf behalte. Wird sicher lustig :)
Damit verabschiede ich mich auch schon wieder! Wünsche euch ein tolles Wochenende!

Oíche mhaith! (sprich: "Iha-wah". heißt: Gute Nacht.)


                                                         Caitlin beim Muffin backen

                                               Extra angelegtes Deutsch-Buch, hihi

                                                  Eoghain mit meinen neuen Reifen :)

Das kauft man hier wenn man "Nutella" kaufen geht. Caitlin und ich teilen brav. Wette, unsres hält trotzdem am längsten :D